Schnell öffneten wir die Tür, stiegen ein und sogleich setzte sich das Taxi in Bewegung. Wir befanden uns auf dem Heimweg von einem Besuch bei Freunden, dankbar für den weissen Lada 07, der uns zuverlässig von einer Ecke der Stadt zur nächsten bringt. Als ich dieses Mal mit den Kindern auf der Rückbank sass, stieg uns ein köstlicher Duft von frisch zubereitetem Essen in die Nase. «Mmh, das riecht hier lecker», bemerkte ich unbefangen zum Taxifahrer, während wir gemächlich durch die Strassen fuhren und dachte mir nichts weiter bei dieser Aussage. Prompt entschuldigte er sich, dass er mir nichts davon anbieten könne, das sei das Mittagessen für einen seiner Kunden, welches er diesem als Kurierlieferung überbringen werde. «Kein Problem», höre ich mich daraufhin sagen, «unser Mittagessen wartet bereits auf uns.» Daraufhin erreichten wir unser Zuhause. Ich händigte ihm die zwei Manat (umgerechnet 1. 20 CHF) für die zehnminütige Fahrt aus und wir verabschiedeten uns.

Dreissig Minuten später als wir gemütlich am Esstisch sassen und unser Mittagessen genossen, klopfte es energisch an der Tür. Wer könnte das wohl sein? Mein Mann, der als erster aus dem Fenster schaute und das Auto erblickte, meinte, es sei der Taxifahrer. Hatten wir etwas im Auto liegengelassen? Nein, das war nicht der Fall. Freudig überbrachte er uns frische «Qutab» (sprich Gutab), die er extra für uns besorgt hatte. Das gleiche Essen, das er vorhin seinem Kunden geliefert hatte. Vielen Dank! Ich staunte, damit hatte ich nicht gerechnet. Als Gast in seinem Land konnte mir der Taxifahrer doch dieses wohlriechende Essen nicht einfach vorenthalten. So erlebte ich einmal mehr herzliche Gastfreundschaft.


Danke für das schöne Beispiel von gelebter Gastfreundschaft! Manchmal braucht es nur ein liebes Wort, ein kurzes wertschätzendes Kompliment und das Gegenüber reagiert darauf dankbar und manchmal auch mit leckerem Essen (-: . Solche Herzlichkeit, gelebte Nächstenliebe und Wertschätzung braucht auch Überwindung, doch ist sie stets ein Gewinn (wie dein Beispiel so schön zeigt).
Ich nehme das auch mit fürs nächste Jahr: Meinen Nächsten mehr Wertschätzung entgegenbringen, um Gottes Liebe weitergeben zu können.
Ein schönes neues Jahr euch vier!
das ist ein schönes Beispiel. Hier bei uns wird immer noch zuviel abgewiegelt und gesagt, nein, das sei doch nicht nötig. Dabei könnten wir von Herzen Danke sagen und das gleiche bei unserem Nächsten machen. So wird die Liebe Gottes verbreitet. Ich werde diesem Beispiel folgen!
Herzliche Grüsse, gesegntete Weihnachten und alles Gute im Neuen Jahr!
Unsere Lieben
die herrliche Beschreibung von diesem Erlebnis lässt mich wünschen, dass das in unserm Land auch so gelebt würde…….
Vielen Dank .
Elisabeth