Sie wächst vor unserer Haustür! Grund genug, euch diese Frucht genauer vorzustellen. Die Feijoapflanze ist in südlichen und tropischen Gebieten beheimatet wie Neuseeland, Australien, Südamerika und eben auch im Süden Aserbaidschans. Im Frühjahr wachsen am strauchartigen Baum wunderschöne, rot-weisse Blüten. Daraus werden grüne, pflaumengrosse, eiförmige Früchte gebildet.

Ihre Schale ist hart, das Fruchtfleisch hingegen weich und weiss. Im Geschmack ist sie leicht säuerlich und erfrischend, ähnlich wie ein Mix aus Ananas und Erdbeeren. Zudem sind sie reich an Mineralstoffen und Vitamin C.

Die Feijoa Erntezeit hat dieses Jahr Ende Oktober begonnen. Die einzelnen Früchte werden entweder roh genossen oder zu Kompott und Marmelade weiterverarbeitet. Mit einer einheimischen Freundin habe ich dieses Jahr zum ersten Mal selbst Kompott nach aserbaidschanischer Art eingekocht. Dafür braucht es viele Feijoa Früchte und eine grosse Menge Zucker, Wasser und Gläser. Erst wuschen und säuberten wir die Feijoafrüchte, dann entfernten wir vorne und hinten ein wenig vom Fruchtfleisch. Anschliessend füllten wir die Früchte in die heiss ausgekochten Gläser, schütteten Zucker dazu und füllten sie mit kochendem Wasser auf. Danach verschlossen wir sie mit dem Deckel und deckten die fertigen Gläser mit einem warmen Tuch zu, damit sie langsam abkühlten.

Nun warten diese Gläser auf den nächsten Gast, um diesen Kompott bei einem gemeinsamen Essen zu trinken. Ja, hier wird der Kompott hauptsächlich als süsses Getränk zu besonderen Gelegenheiten verzehrt. Wer möchte, isst die Früchte am Schluss noch auf. Zum Wohl!

Noch nie von dieser Frucht gehört! Was es nicht alles gibt! So spannend! Zum Wohl!
Danke für die Idee, das könnte man mit einigen von unseren Früchten hier auch machen.
Mit dieser Vitaminbombe: Feijoa habt ihr eine Stärkung um gestärkt durch den Winter zu kommen.
Gibt es auch ein Liqueur davon?
Nein, das gibt es so weit wir wissen nicht hier. Das wäre kulturell auch nicht wirklich angebracht. Wenn man nach „Feijoa liqueur“ sucht, gibt es das aber durchaus in anderen Ländern.
Ihr habt das sehr spannend beschrieben, wie diese Köstlichkeit von eurer Wahlheimat verarbeitet werden kann. Ich zweifle keinen Moment daran, dass es ein herrlicher Genuss ist.
Würde natürlich sehr gern probieren….!
Super alles Gute und liebe Grüsse.